Test auf HPV (Human Papilloma Virus)

Der Gebärmutterhalskrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen der Frau. Bei der jährlichen Krebsvorsorge wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals entnommen ( der sogenannte Pap-Abstrich )  Dieser wird auf Zellveränderungen untersucht, die Folge einer oft Jahre zurückliegenden Infektion mit HP- Viren sind.

Es gibt etwa 100 bekannte menschliche Papilloma Viren, von denen bisher mindestens 13 als Hochrisiko-Viren eingestuft werden. Nach der Infektion mit HP-Viren können sich zunächst leichte Zellveränderungen (Dysplasien ) entwickeln. Der Vorsorgeabstrich wird auffällig und mit Pap  III D beurteilt. Schwere Zellveränderungen werden als  Pap IVa   beurteilt und sind bereits Krebsvorstufen (Praecancerosen). Wächst der Tumor in die Tiefe und erreicht Blutgefäße und Lymphbahnen, spricht man von einem invasiven Tumor  ( Pap V ).

Normalerweise ist eine HPV- Infektion nur ein vorrübergehendes Geschehen.   Es treten meistens keine oder nur sehr leichte Zellveränderungen auf. Da es sich bei der HPV-Infektion um eine auf dem Geschlechtsweg übertragene Erkrankung handelt, infizieren sich etwa 80% der Menschen mit den Viren. Wird eine HPV- Infektion in jungen Jahren nachgewiesen, heilt sie meistens noch aus. Eine Untersuchung auf das HP-Virus wird bei auffälligen Vorsorgeabstrichen als Kassenleistung durchgeführt.

Ab dem 30. Lebensjahr  wird eine Kontrolle auf HP- Virus empfohlen, um die Frauen zu erkennen, deren Immunsystem nicht in der Lage war, die Viren zu eliminieren. Hierzu wird im Rahmen der Routinekrebsvorsorge ein zusätzlicher Abstrich vom Gebärmutterhals entnommen. Nur bleibende so genannte persistierende Infektionen stellen eine Gefahr für die Entwicklung eines invasiven Tumors dar.