Test auf eine HIV- Infektion

Eine Ansteckung mit HI-Viren, die die Immunschwäche Aids auslösen, erfolgt am häufigsten durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner. Außerdem kann man durch Kontakt mit infektiösem Blut, Samen oder Scheidenflüssigkeit angesteckt werden. Medizinisches Personal ist berufsbedingt gefährdet. Infizierte Mütter können das HI-Virus während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen auf ihre Kinder übertragen. Die Krankenkassen übernehmen daher in der Schwangerschaft die Bestimmung der Antikörper gegen HIV.

Eine Infektion mit dem HI-Virus kann symptomfrei verlaufen. Bei bis zu 20 % der Infizierten treten grippeähnliche Symptome 1 bis 6 Wochen nach Ansteckung auf. Ab ca. 10 Tagen bis 3 Monate nach der  Infektion lassen sich Antikörper im Blut nachweisen, d.h. kurz nach der Ansteckung kann der Test noch negativ sein. Die HI-Viren vermehren sich im Körper und zerstören Zellen, die für die körpereigene Abwehr, das so genannte Immunsystem, wichtig sind. Diese Phase  dauert 8-9 Jahre, ohne dass der Betroffene merkt, dass er erkrankt ist. Er gibt aber das Virus an seine Sexualpartner weiter. Kondome schützen daher vor einer Infektion.

Die Infektion ist bis heute noch nicht heilbar. Medikamente, die die Vermehrung der Viren hemmen, können aber den Krankheitsverlauf sehr lange verzögern. Sollten Sie mit einem neuen Partner ungeschützt Verkehr haben wollen, sollten Sie sich und ihn auf Antikörper gegen HIV testen lassen.